Regionalgeschichtliches Beispiel: Das Gallische Sonderreich
Ob hybride Kriegsführung oder Angriffe auf die Infrastruktur – Resilienz gilt heute als Schlüsselbegriff im Umgang mit Krisen. Auch die Geschichtswissenschaft untersucht, wie frühere Gesellschaften auf existenzielle Herausforderungen reagierten. Am Beispiel des Gallischen Sonderreiches (260–274 n. Chr.) wird dieser Frage aus regionalgeschichtlicher Perspektive nachgegangen. Das Staatsgebilde mit seinem politischen Schwerpunkt in unserer Region umfasste zeitweise die römischen Provinzen zwischen Britannien, Spanien und dem Alpenraum. Auf Grundlage historischer Quellen und aktueller Forschung beleuchtet der Vortrag v.a. politische und militärische Maßnahmen, mit denen das Sonderreich auf äußere Bedrohungen und innere Krisen reagierte. Abschließend soll gemeinsam diskutiert werden, ob sich aus diesem Beispiel Anregungen für heutige Herausforderungen ableiten lassen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Referent: Mischa Müller, Studienrat Deutsch, Religion, Geschichte